Den Blick für die Welt zu öffnen, so könnte man das Ziel der gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichtsfächer zusammenfassen: angefangen beim Unterrichtsfach Weltkunde über einen Wahlpflichtunterricht wie Verbraucherbildung bis hin zum wissenschaftspropädeutischen Arbeiten anlässlich des Klimaprojekts im Geographieunterricht in der EO.

Weltkunde macht schlau, denn das Fach gibt eine Orientierung im Raum, in der Zeit und in der Gesellschaft, um die eigene Zukunft und die anderer in einer zunehmend unüberschaubaren Welt zu gestalten.

Exklusiv an Gemeinschaftsschulen, bei uns in den Klassen fünf und sechs, wird dieses Fach unterrichtet.

Lebensweltbezogenheit gehört zum Programm, z.B. der Besuch des Urzeitmuseums, das Durchführen einer “Aktuellen Stunde“, die Erkundung der Stadt Bad Segeberg, das Besuchen eines landwirtschaftlichen Betriebes.

Themen sind: „Der Mensch sucht nach Orientierung“, „Deutschland und der Strukturwandel“, „Landwirtschaft-vom Hunger zum Überfluss“, „Kinderwelten“, „Europa-ein Kontinent wächst zusammen“, „Hochkulturen-vom Naturraum zum Staat“.

Kompetenzen werden entwickelt, denn Fach-, Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenz sind notwendige Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Die Vermittlung von Strategien, das Arbeiten in Teams, das Präsentieren von Unterrichtsergebnissen tragen u.a. dazu bei.

Unterrichtsmaterial wird ständig erweitert und auf den neuesten Stand gebracht. Arbeitsgrundlagen der Schüler*innen sind das rote Weltkundebuch SH von Westermann und der blaue Diercke-Atlas.

Neue Medien, wie digitale Karten, Lernspiele, Filme, etc. sind bereits im Bestand.

Drei Fächer (Wirtschaft/ Politik, Geschichte und Geschichte) wurden zusammengelegt.

Eigenverantwortliches Arbeiten, im Zuge von Wochenplanarbeit, Stationenarbeit, Projekten, u.v.m., ist unbedingt erwünscht.

Geographie, auch Erdkunde genannt, ist weitaus mehr als Hauptstädte, Flüsse und Gebirge auswendig zu lernen. Gerade im Zuge der Globalisierung haben sich auch die unterrichtlichen Schwerpunkte des Faches Geographie spürbar verändert, da „aktuelle geographische und geowissenschaftlich relevante Phänomene und Prozesse, wie z.B. Globalisierung, Klimawandel, weltweite Disparitäten, Naturereignisse und ihre Folgen, Ressourcenkonflikte und Migration unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen prägen“ (Fachanforderungen Geographie, S. 8). Die Entstehung dieser Prozesse sowie deren Auswirkungen auf Mensch, Raum und Natur haben ihren Weg in unsere Klassenzimmer gefunden.
Uns Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Geographie liegt es sehr am Herzen, unseren Schülerinnen und Schüler die Einzigartigkeit und Schönheit unseres Planeten näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren, unsere Erde nachhaltig zu nutzen, um diese Einzigartigkeit auch für kommende Generationen zu bewahren. Somit ist die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE) ein zentraler Aspekt innerhalb des Faches Geographie.
Da die Arbeit mit heterogenen Lerngruppen immer wieder Herausforderungen mit sich bringt, „eignet sich die Geographie durch ihre Vielfalt an Methoden und Medien (…) hervorragend für differenzierendes Lernen” (Leitfaden zu den Fachanforderungen Geographie, S. 20). Dabei orientiert sich die Geographie an dem Kieler Differenzierungsmodell, indem die Differenzierung über Aufgabentypen, Materialauswahl, Materialquantität, Wahlmöglichkeiten unterschiedlicher Niveaus, Hilfen sowie eine Steigerung der Anforderungsbereiche in den Aufgabenstrukturen realisiert wird (Vgl. Leitfaden Fachanforderungen Geographie, S. 20). Das Fach versucht auf diese Weise ab Klasse 7 den unterschiedlichsten Anforderungen und Voraussetzungen der Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden und sie in einem modernen Geographieunterricht dazu anzuregen, verantwortungsbewusst mit der Erde umzugehen und diese nachhaltig gestalten zu wollen.

Klimaprojekt in der Oberstufe

In Klasse 11 nehmen die Schülerinnen und Schüler des WiPo-Profils am Klimaprojekt teil und bearbeiten in Kleingruppen problemorientiert einen Aspekt zum Klimawandel. Diese theoretische Untersuchungen untermauern die Schülerinnen und Schüler methodisch mit Klimakarten und erwerben primär die Kompetenz, wissenschaftsorientiert zu arbeiten. Ein weiteres Ziel dieses Projekt ist es, das Interesse der Schülerinnen und Schüler für die Wissenschaft zu wecken und sie im Sinne der Nachwuchsförderung auf ein mögliches Studium vorzubereiten. Am Ende steht eine Hausarbeit, die wissenschaftlichen Kriterien entspricht sowie ein zwanzigminütiger Vortrag, welcher im Rahmen einer schulischen Veranstaltung interessierten Mitschülerinnen und Mitschülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern präsentiert wird.

Worum geht es im Fach Geschichte?

Geschichte ist ein Fenster in längst vergangene Zeiten, welche bis heute ihre Wirkung entfalten. Ob politische Entscheidungen, gesellschaftliche Bewegungen, soziale Veränderungen oder ökologische Krisen – durch die thematische Vielfalt bietet der Geschichtsunterricht eine besondere Möglichkeit der individuellen Entfaltung, indem die Interessen der Lernenden den Unterricht mitgestalten. Anstatt staubiger Daten auswendig zu lernen, befähigen wir Ihre Kinder, sich ganz individuell ein reflektiertes Geschichtsbild zu entwerfen. Reflektiert bedeutet in diesem Kontext, dass wir im Geschichtsunterricht mit verschiedenen Methoden und Arbeitstechniken die Ereignisse und Entwicklungen der Vergangenheit beleuchten und anschließend hinterfragen, wie wir zu unserem Geschichtsbild gekommen sind.
Durch den Unterricht lernen unsere Schülerinnen und Schüler so Eigenverantwortlichkeit – sowohl für den Lernprozess aber auch das spätere gesellschaftliche Leben – und selbstständiges Handeln. Über diesen Weg nähern wir uns dabei auch ganz aktuellen Herausforderungen wie Fake News, Umweltschutz oder sozialen Ungerechtigkeiten und unsere Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Meinungen und Handlungsmöglichkeiten. Geschichte ist also keinesfalls nur ein Fach von gestern.
Um dieses zu erreichen, bieten wir verschiedenste Zugänge an, die sich nach den individuellen Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler richten und durch selbstgesteuertes Lernen auf unterschiedlichen Wegen bewandert werden. Dabei wird der Unterricht durch regionale Exkursionen (z.B. nach Lübeck in Klasse 7 oder zur Gedenkstätte Neuengamme in Klasse 9) sowie die Einbindung externer Referentinnen und Referenten bereichert. Sollten sich Schülerinnen und Schüler im besonderen Maße für Geschichte interessieren, so ermöglichen wir die Teilnahme an Wettbewerben (Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten) oder beispielsweise das Erstellen eigener Ausstellungen.

Ab wann wird Geschichte an der Schule am Burgfeld unterrichtet?

An der Schule am Burgfeld beginnt der Geschichtsunterricht in der 7. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich jedoch bereits in Klasse 5 und 6 im Fach Weltkunde mit historischen Themen wie z.B. den Hochkulturen Ägyptens und Griechenlands oder der Geschichte der Landwirtschaft. Der Geschichtsunterricht findet von Klasse 7-13 durchgängig statt, mit der Möglichkeit das Fach Geschichte im Rahmen einer mündlichen Prüfung in die einzelnen Schulabschlüsse (ESA, MSA, Allgemeine Hochschulreiche) einzubringen. Zudem gibt es für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler in Klasse 7 und 8 die Möglichkeit, am bilingualen Geschichts- und Geographieunterricht teilzunehmen und auf diese Weise gleichzeitig die eigenen Englischkenntnisse deutlich zu erweitern.

Philosophie

Wenn im Stundenplan plötzlich „Philosophie“ auftaucht, fragen sich mit Sicherheit nicht wenige Schülerinnen, Schüler und Eltern „Was ist das und was macht man da überhaupt?“. Beliebt bei vielen Schülerinnen und Schüler ist auch der Satz „Ich dachte, wir hätten jetzt Religion und nicht Sopho…Phiso…Phisophilie?!“ Die Fragen verwundern nicht und sollen hier gerne beantwortet werden.
Im Mittelpunkt des Philosophie-Unterrichts steht der fragende Mensch selbst. Es mag niemanden wundern, dass man sich mit Autoren auseinandersetzt, die schon viele hunderte – wenn nicht gar tausend – Jahre tot sind. Das liegt daran, dass die Fragen, die man sich stellt, häufig noch dieselben sind, wie zu vergangenen Zeiten.
In der Philosophie beschäftigen wir uns mit Fragen, auf die es keine Antworten gibt, die man einfach mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann, sondern bei denen man sich überlegen muss, wie er die Frage für sich selbst beantwortet. So fragen wir uns z.B. in der 5. Klasse, was man braucht, um glücklich zu sein. Hierbei können natürlich bei 20 Schülerinnen und Schülern auch 20 verschiedene Antworten aufkommen. Und das ist auch gut so, denn jeder braucht etwas anderes um glücklich zu sein. Vor allem werden wir dabei dem „Warum“ nachgehen. Warum benötigen wir zum glücklich sein etwas bestimmtes? Und dieses Warum kann auf allen Niveaustufen unterschiedlich ausgeprägt beantwortet werden.
Diese Fragen werden dann aber auch deutlich heruntergebrochen und auf das jeweilige Alter der Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Fragen sich 6.-Klässler noch, wie die Welt entstanden sein könnte, indem sie verschiedene Mythen lesen und erkunden, so ergründen bereits 9.-Klässler die Tiefen der Psyche anhand Freuds Schriften und der Darstellung ausgewählter psychologischer Experimente, wenn sie sich mit den Facetten des eigenen Gewissens auseinandersetzen. In der Oberstufe werden dann die Fragen aus den unteren Klassen noch einmal aufgegriffen und mithilfe verschiedener Philosophen beantwortet.
Werde ich, als Philosophie-Lehrer, gefragt, was Philosophie denn nun also ist, so antworte ich gerne, dass es ein Wundern über die Welt und unser Handeln in ihr ist. Und falls das nicht reicht, erkläre ich gerne, dass man das Wort „Philosophie“ aus dem Griechischen mit „Liebe zur Weisheit“ übersetzen kann; wer erzählt nicht gerne zuhause, dass er heute Unterricht hatte in „Liebe zur Weisheit“…

Mit diesem Informationstext möchten wir Euch/Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler und liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, einen Einblick in das Wesen und die Aufgaben des Religionsunterrichtes an unserer Schule geben.
Der Evangelische Religionsunterrichtet steht allen Schülerinnen und Schülern offen und setzt keinerlei religiöses Vorwissen voraus. Gleichzeitig öffnet der Unterricht viele Lernangebote:

1. Der Religionsunterricht bietet Antworten auf die Sinnfrage:
• Der Religionsunterricht begleitet und unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Lebensorientierung.
• Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Einblick in das Alte und das Neue Testament. Sie hören davon, wie Jesus Christus sein Evangelium in die Tat umgesetzt und sein Leben für die Menschen geopfert hat.
• Sie erfahren durch die Botschaft der Bibel, dass auch ihr Leben in Gottes Hand liegt.
• Sie erhalten einen Überblick über die Geschichte von Christentum und Abendland.
Hierbei kommen die großen positiven Leistungen des Christentums in Geschichte und Gegenwart zur Sprache, aber auch Ereignisse, in denen Christen Schuld auf sich geladen haben.
Durch diesen differenzierten Blick in die Vergangenheit christlichen Glaubens und Lebens können die Schülerinnen und Schüler die heutige Welt besser verstehen.
• Sie lernen die wesentlichen Unterschiede zwischen den wichtigsten christlichen Konfessionen kennen.
Das ermöglicht ihnen, zwischen bleibend wichtigen und unbedeutend gewordenen Differenzen zwischen den Kirchen zu unterscheiden.
• Die Schüler und Schülerinnen bekommen einen Überblick über nichtchristliche Glaubensgemeinschaften und Hilfen zur respektvollen Begegnung mit Fremden und Andersglaubenden, sowie zu einer angemessenen Auseinandersetzung mit deren religiösen Lehren und Lebensformen – ein Lernbereich, der angesichts der großen Zuwanderungsbewegungen der Gegenwart immer größere Bedeutung erhält.
• Der Religionsunterricht sucht den Kontakt zu den übrigen Unterrichtsfächern. Im Austausch mit ihnen wird deutlich, wie sehr das Christentum über die Fächergrenzen hinweg die schulische Bildung prägt.

2. Der Religionsunterricht begleitet beim Erwachsenwerden
• Der Religionsunterricht trägt zusammen mit den anderen Schulfächern dazu bei, die Fähigkeiten des jungen Menschen zu entdecken und zur Entfaltung zu bringen. Er macht Mut und hilft aus seiner biblischen Perspektive heraus, sich des eigenen Wertes bewusst zu werden und den Wert des anderen zu respektieren.
• Die Begegnung mit den Texten der Bibel eröffnet Einblicke in Grunderfahrungen des menschlichen Lebens: in Schuld und Vergebung, Leid und Heilung, Tod und Leben, Freude und Trauer, Feindschaft und Freundschaft.
Der Religionsunterricht zeigt zugleich Wege und Möglichkeiten auf, damit umzugehen.
• Seine Themen enthalten Impulse, sich in der Gesellschaft zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.
Sie stärken die Einsatzbereitschaft für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
• Der Religionsunterricht bietet Schülerinnen und Schülern einen Raum, sie bewegende Fragen und Probleme mit ihrer Religionslehrkraft zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.
• Der Religionsunterricht kann die Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen des schulischen Alltags und des späteren beruflichen Lebens stärken. Er bietet Raum, Fragestellungen zur Berufswahl zu diskutieren.
Zu seinen Anliegen gehört auch, Hilfestellung zu geben zum Umgang mit Misserfolg.
• In diesem Zusammenhang ist ein zentrales Thema des Religionsunterrichtes, auf die immer wiederkehrenden Chancen eines Neuanfangs hinzuweisen und hierzu zu ermutigen.

3. Der Religionsunterricht verbindet Eltern/Erziehungsberechtigte, Schüler und Lehrkräfte
• Der Religionsunterricht will Eltern und Erziehungsberechtigte bei der religiösen Erziehung ihrer Kinder unterstützen; die Religionslehrkräfte bitten ihrerseits die Eltern und Erziehungsberechtigten, den Unterricht durch Interesse und positive Einstellung zu begleiten.
• Religionslehrkräfte sind auch nach ihrer Ausbildung und in ihrer Stellung im Blick auf den eigenen Glauben selbst Fragende und Suchende, und sie sind darin mit ihren Schülern und Schülerinnen solidarisch.
Zugleich bringen sie in den Unterricht persönliche Überzeugungen ein und bemühen sich, ein Beispiel gelebten Glaubens zu geben.

Inhalte des Evangelischen Religionsunterrichts in der Klasse 5:

Zu Beginn der gemeinsamen Schulzeit an der Schule am Burgfeld möchten wir die Kompetenzen und das in der Grundschule Gelernte aller Schülerinnen und Schüler zusammentragen, sortieren und die Anforderungen des Faches Evangelische Religion transparent machen.
Zugleich freuen wir uns als Religionslehrkräfte darüber, wenn die Schülerinnen und Schüler über Ihre bisherigen Erfahrungen mit Kirche in Form von Schulgottesdiensten und/oder Kindergottesdiensten berichten und die Inhalte des Unterrichtes durch ihre persönlichen Eindrücke lebendig werden lassen.

Zu den Inhalten der Klasse 5 zählen: „Die Frage nach Gott“, „Entstehung und Aufbau der Bibel“ und „Schöpfungserzählungen“. Als Religionslehrkräfte ist uns wichtig, dass sich alle Schülerinnen und Schüler von Anfang an im Religionsunterricht willkommen und gut wahrgenommen fühlen, denn hier werden die Grundlagen für die weitere gemeinsame Arbeit in den folgenden Jahrgangsstufen gelegt.

Differenzierung im Fach Evangelische Religion:

Die Inhalte und zu schulenden Kompetenzen innerhalb des Faches Evangelische Religion bieten vielseitige Möglichkeiten der Differenzierung, um allen Schülerinnen und Schülern optimale Lernergebnisse zu ermöglichen. Hierzu sind wir als Religionslehrerinnen und Religionslehrer geschult, die Lernausgangslagen der Schülerinnen und Schüler zu erfassen, um der religiösen Individualität einer/eines jeden gerecht werden zu können.
Hierdurch kann jede Schülerin und jeder Schüler – gerade auch in heterogenen Lerngruppen – sein Potential bestens entfalten.

1. Differenzierung in den Themen und Inhalten

Oberstes Ziel des Evangelischen Religionsunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zu einem mündigen Leben innerhalb oder außerhalb religiöser Erfahrungen zu befähigen.
Hierzu bietet das Fach einerseits Lernzugänge zu Aspekten der Christlichen Religion, aber auch zu den Weltreligionen Judentum und Islam und alternativen religiösen Gemeinschaften.
Hierbei legen wir großen Wert darauf aufzuzeigen, was uns miteinander verbindet und worin wir uns unterscheiden, um einen Dialog auf Augenhöhe zu ermöglichen. Durch die Vielfalt der angebotenen Themen und Inhalte erhalten alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre persönliche religiöse Haltung zu reflektieren und mit fremden Sichtweisen abzugleichen.

2. Differenzierung durch individuelle Lernwege

Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltiges Lernen zugleich aktives Lernen bedeutet.
Schülerinnen und Schüler benötigen auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Arbeitsmaterial, anhand dessen sie Inhalte nachvollziehen und Kompetenzen entwickeln können. Das Fach Evangelische Religion engagiert sich für die durchgängige Sprachbildung, indem den Schülerinnen und Schülern für sie schwer oder unverständliche Begriffe anschaulich erklärt werden und nach Alternativen aus der Gegenwartssprache gesucht wird. Darüber hinaus bieten die Religionslehrkräfte zu zahlreichen Themen differenziertes Arbeitsmaterial an, das sprachlich so aufbereitet ist, dass alle Schülerinnen und Schüler gefordert, aber auch gefördert werden.

3. Differenzierung durch Methoden

Der Evangelische Religionsunterricht vermittelt Inhalte und schult Kompetenzen durch ein breit aufgestelltes Methodenrepertoire. Dazu zählen neben „Klassikern“ wie Referaten, Multimedia-Präsentationen, Internetrecherchen, dem Erstellen von Lernvideos, Plakaten und Handouts auch ganzheitliche Zugänge:
Die Religionslehrerinnen und Religionslehrer unserer Schule leiten professionell Bibliolog- und Bibliodramaeinheiten an, wodurch den Schülerinnen und Schülern individuelle Zugänge zu religiösen Texten geboten werden und sie diese mit ihrer Lebenswirklichkeit verbinden können. Insbesondere die Kompetenz, sich emphatisch anderen Menschen gegenüber zu verhalten, wird hier differenziert trainiert und reflektiert.

Willkommen im Raum der Vielfalt:

Bei uns werden alltagsrelevante Themen und Fragen der Schüler und Schülerinnen aufgegriffen, z.B. die Auseinandersetzung mit Handyverträgen, die Bedienung verschiedenster Haushaltsgeräte, Gesundheitsaspekte, Fitness. u.v.a.

Ihre Kinder erlernen grundlegende Fertigkeiten zur Selbstversorgung, sowohl in kulinarischer Hinsicht als auch in (haus-) wirtschaftlichen Bereichen. Nicht selten finden in der Schule erlernte Speisezubereitungen den Weg auf den heimischen Esstisch, nicht etwa mitgenommen, sondern Zuhause von den Schülerinnen und Schülern nachgekocht und voller Stolz präsentiert.

Individuelle Stärken sind wie Gewürze für eine gute Suppe: ihr Zusammenspiel lässt etwas Großartiges entstehen, eine besonders schmackhafte Suppe. Das Fehlen von Zutaten/Gewürzen wird durch das Miteinander kompensiert und ausgeglichen.

Im Schulalltag nennt man dies Differenzierung.

Interessiert sich Ihr Kind für gesellschafts- und umweltrelevante Problematiken und arbeitet gern im Team, dann ist es hier richtig.
Wir setzen uns neben den praktischen Tätigkeiten mit folgenden Fragen auseinander:

Wie können wir verhindern, dass unsere Erde zur Müllhalde wird?
Wie können wir mit unserem Kaufverhalten den Markt und die Produktionsweisen beeinflussen?
Wie erkennen wir Verkaufsstrategien?

Ziel ist eine kritische Reflexion des eigenen Verhaltens und die Suche nach Lösungsansätzen für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen.

Dies alles ist nur ein kleiner Ausschnitt der Themenvielfalt in Verbraucherbildung.

Der Unterricht

Das Fach Wirtschaft/Politik (WiPo) beginnt einstündig in der Jahrgangsstufe 8 und wird danach in den kommenden Jahrgängen mindestens zweistündig fortgeführt. In der Oberstufe kann das Fach außerdem als Profilfach gewählt werden und ist somit eines der Fächer, in denen eine schriftliche Abiturprüfung abgelegt werden kann.
Inhaltlich lässt sich das Fach in die Bereiche Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Berufsorientierung aufteilen und zeichnet unter anderem auch dadurch aus, dass der Untericht häufig Anlass beitet aktuelle Themen und Entscheidungen in der Politik zu behandeln.

Im Bereich Politk befasst sich WiPo mit grundlegenden Fragen des politischen Systems und Medien. Fragen, die in diesem Bereich an das jeweilige Thema gestellt werden, sind zum Beispiel:
Wer entscheidet eigentlich was passiert? Warum entscheiden „die“ und nicht ich? Wer ist an der Entscheidung beteiligt und wer kann seine Meinung dazu sagen? Wer ist betroffen? Sind diejenigen, die entscheiden auch diejenigen, die betroffen sind? Ist der Entscheidungsprozess und die Diskussion darüber öffentlich und nachvollziehbar?

Im Bereich Wirtschaft werden grundlegende Modelle der Betriebs- und vor allem Volkswirtschaft kennengelernt, bis hin zu Wirtschaftstheorien, die in aktuellen wirtschaftspolitischen Entscheidungen Anwendung finden. Beispielhafte Fragen in diesem Bereich sind:
Wieviel Einfluss soll der Staat in einem System haben – viel oder wenig? Wer trägt die Verantwortung – der Staat, die Unternehmen, der Konsument? Sind Maßnahmen effizient und effektiv? Sind Schulden immer schlecht?

Im Bereich Gesellschaft vermittelt das Fach Kenntnisse über die Zusammensetzung der Bevölkerung und sozialwissenschaftliche Theorien.
Welche Gesellschafts- bzw. Interessengruppen gibt es? Wer ist arm oder reich? Welche Werte und Normen werden in der Gesellschaft vertreten? Sind Ungleichheiten ungerecht oder akzeptabel – oder erwünscht? Hat jeder dieselben Chancen im Leben? Bildung? Karriere? Lebensgestaltung?

Zusätzliche Angebote

Das Fach nimmt regelmäßig an dem Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ teil und die Schule stellte bereits mehrfach Teilnehmer im Finale auf Landesebene.

Desweiteren finden im Rahmen des Unterrichts auch Ausflüge statt. So besucht, z.B. unser 11ten Jahrgang das Landesparlament in Kiel und tritt dort in den Dialog mit Politikern.

Außerdem finden je nach Möglichkeit Planspiele im Wirtschaftbereich oder auch Gespräche mit jungen Existenzgründern statt.

Auch Berufsorientierung findet im dem Fach statt. So gibt es verbindliche Praktika im 9ten und 12ten Jahrgang, welche im Unterricht im Vorfeld inhaltlich vorbereitet werden und durch das Fach betreut. Zusätzlich dazu lädt das Fach Mitarbeiter des BiZ ein, die in der Oberstufe eine Informationsveranstaltung zur Studienorientierung bieten.