Unterschiedliche Naturphänomene werden aus Sicht der drei Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik betrachtet, so dass die Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge entdecken und verstehen können.

NaWi in den Klassen 5-7
Der NaWi Unterricht in den Klassen 5-7 erfolgt 3 stündig und orientiert sich thematisch an den Erfahrungen der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, wie zum Beispiel den Themen Wasser, Licht und Schatten, Tiere und Pflanzen unserer Umwelt.

NaWi in den Klassen 7-10
Ab Klassenstufe 7 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, NaWi als Wahlpflichtfach zu wählen. Zusätzlich zum regulären Unterricht (Biologie, Chemie, Pkysik ab Klasse 8) werden unterschiedliche Themen in 4 Wochenstunden vertieft. Dazu gehören zum Beispiel die Themen “Fliegen”, “Brücken bauen”, ”Dem Täter auf der Spur”.

NaWi in den Klassen 8-13
In den Jahrgangsstufen 8 bis 13 werden die drei Naturwissenschaften getrennt in den Fächern Biologie, Chemie und Physik unterrichtet. Je nach Fach und Jahrgangsstufe ist ein Stundenkontingent von 1-3 Wochenstunden vorgesehen.

Differenzierter Unterricht
Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie das unterschiedliche Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler wird durch differenzierte Aufgabenformate berücksichtigt. So erhalten die Schülerinnen und Schüler Aufgaben, die so gestaltet sind, dass sich jeder Schüler gemäß seines Leistungsstandes motiviert und herausgefordert fühlt. Dies wird unter anderem durch den Umfang und das Anforderungsniveau bzw. den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben erreicht.
Ein großer Teil des Unterrichts lebt von der Planung und Durchführung von Versuchen. Arbeitsweisen eines Naturwissenschaftlers beim forschenden Arbeiten und Techniken der Erkenntnisgewinnung kennenzulernen und selbst anzuwenden, ist das Ziel des naturwissenschaftlichen Unterrichts in der Sekundarstufe I.
Die Verteilung unterschiedlicher Aufgabenbereiche (Materialdienst, Versuchsleiter, Zeitwächter, Protokollant) bei der Durchführung eines Experiments ermöglicht es Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Lernvoraussetzungen, gemeinsam Erkenntnisse zu gewinnen und sich theoretische Inhalte zu erarbeiten Durch das kooperative Arbeiten lernen die Schülerinnen und Schüler voneinander und unterstützen sich gegenseitig.

Biologische Themen nehmen einen großen Raum in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ein. So interessieren sich (fast) alle Schülerinnen und Schüler für die Lebewesen in der Umgebung und in anderen Ländern. Dieses Interesse auch im Sinne des Naturschutzes und der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen zu entwickeln und zu erhalten ist ein wichtiges Ziel des Biologieunterrichtes.
Hierbei wird das Unterrichtsfach Biologie durch den Wahlpflichtunterricht zum Thema „Angewandte Naturwissenschaften”, der Bienen-AG sowie der Möglichkeit, im Unterricht praktisch in unserem Schulgarten zu arbeiten, unterstützt.
Die wunderschöne Umgebung der Schule am Burgfeld bietet über den kleinen Schulwald hinaus viele Möglichkeiten, auf Wiesen, an Wegrändern und an der Trave Erfahrungen mit der Natur zu sammeln.
Im Frühjahr 2021 wird auf dem Schulgelände von der Stiftung “Natur” in Kooperation mit dem IPN der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine Blühwiese mit regionalem Saatgut auf ca. 100 m2 angelegt. Die Zusammenarbeit mit der Universität bietet den Schülerinnen und Schülern viele Forschungsmöglichkeiten. Für die Untersuchung der Insekten (Schmetterlinge, Wildbienen und Heuschrecken) erhält die Schule am Burgfeld Exkursionskisten (Schmetterlingsnetze, Bestimmungsliteratur, Lupen, …) sowie zusätzliche Materialien für die praktische Arbeit und den theoretischen Unterricht für die Sekundarstufe l und ll.
Eine Internetseite und eine App zur digitalen Bestimmung der Insekten bilden die Grundlage für das Erfassen von Daten über Schmetterlinge, Wildbienen und Heuschrecken. Außerdem unterstützen Expertinnnen und Experten die Arbeit der Schülerinnen und Schüler vor Ort mit ihrem Wissen.
Diese Kooperation mit der Stiftung “Natur” ergänzt die Arbeiten der Schülerinnen und Schülern, die in den letzten Jahren Bienenweiden in Form einer Kräuterschnecke und zweier Hochbeete während der Projektwochen hergestellt haben. Insektenhotels und eine Benjeshecke ermöglichen dabei das Überleben von Insekten und kleinen Tieren während des ganzen Jahres.
Ein zweiter Schwerpunkt des Biologieunterrichts ist die Gesundheitserziehung, in der der Mensch, die Funktionsweise des Körpers und die Verantwortung für den eigenen Körper im Vordergrund stehen. Die Grundlagen einer gesunden Ernährung, die Notwendigkeit, den eigenen Körper durch Sport und Bewegung fit zu halten sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen Sexualität sind Themen des Unterrichts.
Ab der 8. Klasse werden die Fächer Biologie, Chemie und Physik getrennt unterrichtet. Der Biologieunterricht beschäftigt sich nun mit der Entstehung des Lebens, dem zellulären Aufbau sowie dem Bau und Funktionen der tierischen und pflanzlichen Lebewesen.
Die Funktionsweise des menschlichen Körpers und die Sexualerziehung werden weiter im Unterricht vertieft. Die Vererbungslehre interessiert die Schüler auch im Hinblick auf die eigene Familie. Die Entwicklung unserer Erde, der Lebewesen und im Besonderen die Entwicklung des Menschen sollen den Schülern helfen, uns in der Evolutionsskala einzuordnen. Unsere Existenz und Entwicklung in der Zukunft stehen in direktem Zusammenhang mit unserem Umgang mit der Natur. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler auf ihre Verantwortung für unseren Planeten vorzubereiten.

„20% auf alles“ – Ein Werbeversprechen eines Baumarktes. Aber was bedeutet 20%? und wie viel sind überhaupt 20% von 65€?
Mathematik ist nicht nur rechnen – Mathematik ist ein Werkzeug, ohne das unsere Welt nicht mehr funktionieren würde und welches wir ständig in unserem Alltag brauchen. Unser Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler die Welt der Mathematik so zu zeigen, dass sie diese in ihrem Alltag oder im späteren Beruf auch anwenden können. Dabei beginnen wir in der 5. Klasse mit den Themen aus der Grundschule, die wir noch einmal aufgreifen und vertiefen. In der 6. Klasse beschäftigen wir uns dann überwiegend mit der Bruchrechnung und Dezimalzahlen. Wir überlegen uns, wie viel 7/8 einer Pizza sind und warum 5/4 einer Pizza mehr als eine ganze Pizza sind. In der 7. Klasse lernen wir dann wie viel 20% von 65€ sind und wie viel Geld wir an Mehrwertsteuer für verschiedene Produkte bezahlen. In der 8. Klasse gehen wir dann auf die Jagd nach Mr. X – einer unbekannten Zahl, die sich versteckt und entdeckt werden möchte. In der 9. Klasse lernen wir, dass pi nicht nur in dem Film „Life of Pi“ vorkommt, sondern eine Zahl ist, die das Verhältnis zwischen dem Durchmesser eines Kreises und seines Umfangs beschreibt – und diese Zahl ist immer gleich. Und in der 10. Klasse beschäftigen wir uns dann mit der Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit man beim Glücksrad den Hauptgewinn erzielt. Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl der Themen, die uns bis zur 10. Klasse begleiten. In der Oberstufe arbeiten wir dann nur noch an drei Themen: Wir berechnen Wahrscheinlichkeiten, z.B. mit welcher Wahrscheinlichkeit man im Lotto gewinnt. Wir analysieren Fluglinien und berechnen, ob sich zwei Flugzeuge kreuzen oder ob sie gefahrenfrei mit Sicherheitsabstand aneinander vorbei fliegen. Und wir analysieren Funktionen. Wir lernen was exponentielles Wachstum bedeutet und warum das Coronavirus ungebremst so gefährlich ist.
Bei allen Themen und in allen Jahrgängen achten wir auf eine Differenzierung auf allen Niveaustufen, womit wir unsere Schülerinnen und Schüler zu einem erfolgreichen Abschluss ihrer Wahl (ESA/MSA/Abitur) führen können. Die Differenzierung dazu erfolgt teilweise im Unterricht, indem Schülerinnen und Schüler, die das Abitur anstreben, z.B. andere Aufgaben bekommen als Schülerinnen und Schüler, die uns mit dem ESA verlassen wollen. Auch werden in den einzelnen Themen einzelne Aspekte nur mit denjenigen bearbeitet, die die gymnasiale Oberstufe anstreben. So haben die Schülerinnen und Schüler, die es nicht ganz so leicht mit Mathe haben, mehr Zeit (durch weniger Themen) vertiefend die Aufgaben zu üben. Weiterhin bieten wir auch verschiedene Förder- und Fordermöglichkeiten an, die nicht direkt im Mathematikunterricht stattfinden, um alle unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem individuellen Weg bestmöglich zu unterstützen. In der 5. Klasse haben wir zu Beginn des Schuljahres einen Lernstandtest in Deutsch und Mathematik, durch den die Schülerinnen und Schüler individuelle Materialien erhalten, durch die sie gezielt an ihren Stärken und Schwächen arbeiten können. Dies passiert teilweise in kleinen Lerngruppen und teilweise in individueller Arbeit an den Materialien. In der 7. Klasse bieten wir für die schwächeren Schülerinnen und Schüler einmal die Woche den Kurs „Mathe macht Stark“ an, wo sie in einer Kleingruppe individuell die Themen aufarbeiten können, mit denen sie bisher Probleme hatten. In der 9. Klasse bieten wir allen Schülerinnen und Schülern, bei denen der ESA in Mathematik gefährdet ist, eine zusätzliche Übungsstunde an, in der die Themen für den ESA aufgearbeitet und geübt werden. Zusätzlich bieten wir allen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Wettbewerben an – z.B. dem Känguru-Wettbewerb der Mathematik, wodurch wir insbesondere unsere stärkeren Schülerinnen und Schüler fördern wollen.
Durch diese Möglichkeiten schaffen wir es, jede Schülerin und jeden Schüler auf seiner Entdeckungsreise durch die Mathematik individuell zu begleiten und ihr oder ihm zu helfen, den Abschluss zu erreichen, den sie oder er sich vorgenommen hat.

Physik in den Klassen 8-10 (Sekundarstufe I)
Der Physik-Unterricht erfolgt in der 8. Klasse einstündig, in der 9. Klasse zweistündig und in der 10. Klasse erneut einstündig. Der Unterricht beinhaltet in der 8. Klasse Grundgesetze der Mechanik sowie der Optik. In der 9. Klasse liegt der Schwerpunkt im Bereich der Elektrizität. In der 10 Klasse wird das Thema Elektrische Induktion anhand von Generatoren, Elektromotoren und Transformatoren vermittelt. Im Themenbereich Mobilität werden die Bewegungsgesetze sowie die Eigenschaften verschiedener Motoren behandelt.

Differenzierter Unterricht
Die Schüler und Schülerinnen erhalten Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die Anforderungsniveaus orientieren sich an den drei an der Gemeinschaftsschule erreichbaren Schulabschlüssen: Erster Allgemeinbildender Schulabschluss (ESA), Mittlerer Schulabschluss (MSA) sowie die Allgemeine Hochschulreife (AHR). Auch in den Klassenarbeiten werden den Schülern Aufgaben auf den drei Niveaus entsprechend den angestrebten Niveaus angeboten. Die Schüler entscheiden in jeder Klassenarbeit erneut frei darüber, welches Niveau sie bearbeiten möchten.

Gewinnung des Schülerinteresses
Den Schüler werden Naturphänomene vorgestellt sowie interessante realitätsnahe Fragestellungen aus Technik, Umwelt und unserer Gesellschaft. Insbesondere Experimente wecken den Forschergeist und werden von den Schülern gerne durchgeführt.

Kompetenzorientierung des Unterrichtes
Die Schüler erhalten insbesondere in Verbindung mit Versuchen die Möglichkeit eigene Vorstellungen zu überprüfen und gelangen zu tragfähigen Modellvorstellungen über unsere Welt. Die Schüler erlernen Methoden wie etwa Versuchsplanung, das vornehmen systematischer Messungen, die grafische Auswertung von Versuchsergebnissen. Darüber hinaus lernen die Schüler in Teamarbeit Ergebnisse zu erzielen und zu präsentieren. Aus den Ergebnissen werden allgemeingültige physikalische Gesetzmäßigkeiten abgeleitet. Beispiel: Ein Elektrischer Strom teilt sich in einer Parallelschaltung auf. Die Größe des Stromes wird in jedem Zweig der Parallelschaltung gemessen. Werden die gemessenen Ströme in den Zweigen addiert erhält man exakt den ebenso messbaren Gesamtstrom in dem Stromkreis. Die von den Schülern und Schülerinnen erworbenen Kompetenzen dienen als Fundament für ein großes Spektrum an Berufsausbildungen gemäß dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Physik in den Klassen 11-13 (Sekundarstufe II)
Der Unterricht in der Einführungsphase der Oberstufe (11. Klasse) umfasst die Bewegungsgesetze und Newtonschen-Axiome, die Energie- und Impulserhaltung sowie das Thema Schwingungen- und Wellen. Der Unterricht in der Qualifizierungsphase (12. und 13.) Klasse beinhaltet zunächst das Elektrische- und Magnetische Feld. Die Entstehung Elektromagnetischer-Wellen und die Lichtausbreitung. Dann erfolgt die Einführung in die Quantenphysik des Lichtes und die Quantenphysik der Atomhülle. Es schließt sich die Physik des Atomkernes und die Kernenergie an.

Kompetenzorientierung des Unterrichtes
Den Schüler werden in der Oberstufe wissenschaftliche Arbeitsweisen vermittelt. Durch Hypothesenbildung, Versuchsplanung und systematische Messungen gelangen die Schüler und Schülerinnen zu Ergebnissen. Diese werden mit den eingangs aufgestellten Hypothesen abgeglichen und führen zu physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Die Schüler verwenden dabei auch Messgeräte wie sie in realen Labors eingesetzt werden. Der Unterricht verfolgt zugleich eine wissenschaftspropedeutische Zielsetzung. Er bereitet Ausbildungen in anspruchsvollen Berufen vor, sowie die Aufnahme eines Studiums im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).

Technik (Klasse 6 – 2 Std./Woche)

Die Schülerinnen und Schüler wählen zwischen Technik und Textil.

Themen:
– Herstellung von Werkstücken aus Holz z.B. Stempel, Geheimkästen, Nistkästen, Automodelle
– Umgang mit der Standbohrmaschine
– Lötübungen

Wahlpflichtfach Technik (Klasse 7 – 10 – 4 Std./Woche)

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für ein Wahlpflichtfach, das sie für vier Jahre wählen. Das Fach besitzt denselben Stellenwert wie ein Hauptfach.

Warum sollten Schülerinnen und Schüler diesen Kurs wählen?
Unser ganzes Leben wird geprägt von Technik. Angesichts des hohen Stellenwerts von Technik sowie der Schnelligkeit des Wandels in der Technik ist Technikunterricht geeignet, die Kompetenzen zur Bewältigung vieler durch Technik bestimmter Lebenssituationen anzubahnen und dadurch wesentliche Voraussetzungen für persönliche Lebensgestaltung und gesellschaftliches Mitwirken anzubieten. Technikunterricht leistet dadurch auch einen wesentlichen Beitrag zur Berufs- und Studienorientierung.

Welche Voraussetzungen sollten Schülerinnen und Schüler mitbringen?
• Handwerkliches Geschick
• Rücksichtsvolles Handeln
• Spaß am sorgfältigen Arbeiten
• Interesse an technischen Zusammenhängen
• Keine Allergie gegen Staube
• Übernahme von Materialkosten
• Keine Berührungsängste mit Schmutz, Werkstoffen, Werkzeugen und Maschinen

Themen:
• Sicherheit im Umgang mit Maschinen und Werkzeugen
• Technisches Zeichnen/ Modellieren (Zeichenbrett, CAD)
• Von der Idee zum Produkt/ handwerkl. Produktion (Holz, Metall, Kunststoff)
• Recycling
• Demontage/Analyse/Remontage (Fahrrad- und KFZ-Technik, Getriebelehre)
• Flugtechnik
• Elektrotechnische Grundschaltungen
• Konstruieren, programmieren, steuern und regeln mit Lego Mindstorms
• Nutzung regenerativer Energien
• 3D Druck
• Projekt (Wettbewerbe, Produktion für den Schul-/ Unterrichtsbedarf,…)

Arbeitsweisen:
Textarbeit, Recherche, Referate/ Präsentationen erstellen, Projekte durchführen (eigene) Werkstücke in Einzel- und Gruppenarbeit planen/ herstellen/ optimieren, Demontage, Montage, Analyse, Versuche durchführen, Protokolle anfertigen, Skizzen/Zeichnungen erstellen, Umfragen durchführen und auswerten

Geplante Aktivitäten:
z.B. Exkursionen (Museum, Betrieb, Baumarkt,…), Expertenbefragung, Wettbewerbe