„Sprachen öffnen Türen“, heißt es. Aus diesem Grund bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig Zusatzangebote wie Bilingualen Unterricht an und eröffnen ihnen darüber hinaus die Wahl zwischen Französisch und Spanisch. Dass das Lernen von Sprachen kein einseitiger Prozess ist, beweist unser DaZ-Zentrum.

Inhalte Klasse Fünf
• Sich und andere vorstellen
• Tiere
• Hobbies
• Wohnsituation, Transportmittel
• Schule
• Wetter

Möglichkeiten der Differenzierung
• Sprachliche Hilfen (Scaffolds) zum Schreiben von Texten
• Anpassung des Umfangs an Aufgaben
• Anpassung der Komplexität von Aufgaben (z.B. Multiple Choice vs. freie Textfelder bei Hörverstehens- und Leseverstehensaufgaben)
• Anpassung der Bearbeitungszeit
• Zusatzaufgaben
• Unterschiedliche Themen
• Unterschiedliche Methoden
• Unterstützung durch Mitschülerinnen und Mitschüler

Differenzierung im Englischunterricht – ein Beispiel für den Kompetenzbereich Hörverstehen auf unterschiedlichen Niveaustufen

Was ist „Bili“?

„Bili“ steht als Abkürzung für „Bilingualer Sachfachunterricht“ und dieser hat an der Schule am Burgfeld bereits eine lange Tradition. 1993 startete der Schulversuch ausgehend von Fachlehrern der Realschule im Schulzentrum und seit 1998 ist unsere Schule „offizielle Angebotsschule für bilingualen Unterricht“. In diesem Fall werden die Inhalte der Fachanforderungen Geschichte und Geografie auf Englisch vermittelt und erarbeitet, wobei Englisch als Arbeitssprache hier eine dienende Funktion hat. Es gilt das Prinzip „Message before accuracy“. Bili ist für die Schüler und Schülerinnen eine freiwillige Ergänzung, jedoch setzt es eine Empfehlung des Englischlehrers (nach Klasse 5) voraus. Die Fächer Geschichte und Geographie werden parallel zu Bili auch auf Deutsch unterrichtet.

Wie geht „Bili“?

Um die Schülerinnen und Schüler an den bilingualen Unterricht heranzuführen und möglichst unterschiedliche Zugänge zum Englischunterricht zu bieten, bereiten wir bereits in Klasse 5 alle Schüler und Schülerinnen auf den bilingualen Sachfachunterricht vor, wobei sie hier die Fachinhalte aus Geographie und Geschichte auf spielerische Art kennenlernen. Es werden insbesondere die kommunikativen Fertigkeiten und einfache Grundlagen erarbeitet, die teilweise auch an das Wissen aus der Grundschule anknüpfen, wie z.B. das Sprechen über das Wetter, das Bestimmen von Himmelsrichtungen und die Zuordnung von Ländern. Differenziertes Material und individuelle Aufgaben ermöglichen es dabei allen Schülerinnen und Schülern, ihren Bedürfnissen entsprechend am englischen Sachfachunterricht mitzuarbeiten. Großen Wert wird dabei auch auf kommunikative Arbeitsmethoden gelegt, um einen möglichst hohen Sprechanteil der Schülerinnen und Schüler zu erzielen.

In Klasse 6 haben befähigte Schüler und Schülerinnen zusätzlich zu den fünf Stunden Regelunterricht im Fach Englisch eine Zusatzstunde vorbereitenden Bili-Unterricht. Hier werden handlungsorientiert erste sprachliche Grundlagen für den bilingualen Geographie- und Geschichtsunterricht ab Klasse 7 geschaffen. Schülerinnen und Schüler, die nicht am vorbereitenden Bili-Unterricht in Klasse 6 teilnehmen, erhalten zeitgleich ebenfalls eine Zusatzstunde. In dieser Differenzierungsstunde haben die Schülerinnen und Schüler vor allem die Möglichkeit, in unterschiedlichsten Situationen ihre Sprechfertigkeit auf Englisch zu trainieren (z.B. in Rollenspielen und Partnerübungen) sowie grammatikalische Eigenheiten der englischen Sprache zu wiederholen und zu festigen.
In Klasse 7 und 8 haben die Schüler und Schülerinnen zwei Stunden Bili-Geschichte und zwei Stunden Bili-Geographie. Es werden sowohl die englischen als auch die deutschen Fachbegriffe des jeweiligen Sachfachs vermittelt. Die Inhalten richten sich nach den entsprechenden Fachanforderungen der Fächer Geographie und Geschichte.

In Klasse 9 und Klasse 10 können die Schüler und Schülerinnen den WPU II „English live: ‚Hot Issues’“ belegen. Hier wird an aktuellen gesellschaftlichen Themen mit authentischen englischsprachigen Materialien aus Internet/Presse/TV gearbeitet.

Was bringt „Bili“?

Bilingualer Sachfachunterricht…
• fördert neben der Sachkompetenz in der englischen Sprache besonders die interkulturelle Kompetenz und die Selbstkompetenz Ihres Kindes.
• verbessert die Englischkenntnisse Ihres Kindes erheblich, da es weitaus mehr Gelegenheit bekommt, seine Englischkenntnisse zu vertiefen und anzuwenden.
• wirkt sich positiv auf den Wortschatz und die mündliche Kommunikationsfähigkeit Ihres Kindes aus, denn es werden im bilingualen Unterricht Fertigkeiten geübt, die auch immer wieder im Englischunterricht notwendig sind (Beschreiben von Bildern, Analyse von Karten, Lesen und Verstehen von Texten usw.).

Differenziertes Aufgabenbeispiel – Klasse 5 „Bili-Vorbereitung“: Weather Report

*-easy Level**-intermediate Level***-advanced Level
1.) Which season would this report most likely take place in?
a.) summer
b.) winter
 
2.) What is the temperature?
a.) four degrees
b.) minus four
 
3.) Tomorrow it will probably…
a.) rain.
b.) snow.
 
4.) What does Harry suggest using?
a.) sunglasses
b.) gloves







1.) Which season would this report most likely take place in?
a.) summer
b.) winter
c.) spring
 
2.) What is the temperature?
a.) four degrees
b.) minus four
c.) plus fourteen
 
3.) Tomorrow it will probably…
a.) rain.
b.) snow.
c.) stay sunny.
 
4.) What does Harry suggest using?
a.) sunglasses
b.) gloves
c.) umbrella



1.) Which season would this report most likely take place in?
a.) summer
b.) winter
c.) spring
d.) autumn
 
2.) What is the temperature?
a.) four degrees
b.) minus four
c.) plus fourteen
d.) four below
 
3.) Tomorrow it will probably…
a.) rain
b.) snow
c.) stay sunny
d.) be clear
 
4.) What does Harry suggest using?
a.) sunglasses
b.) gloves
c.) umbrella
d.) a raincoat

Chers parents, chers élèves du lycée Burgfeld

an unserer Schule haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ab Klasse 6 die Weltsprache Französisch freiwillig als AG kennen zu lernen und diese als WPU ab Klasse 7 bis zum Ende der Klasse 10 fortzuführen.

De très bonnes raisons!

Je früher desto besser! Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass wer früher eine neue Sprache lernt, auch leichter andere weitere Fremdsprachen lernt. Viele Wörter aus dem Englischen kann man in der französischen Sprache wiederfinden. Mit Französisch lernt man außerdem viel leichter andere romanische Sprachen wie beispielsweise Spanisch oder Italienisch.

Lernen lernen! In unserem Französischunterricht wird man effiziente und unterschiedliche Lerntechniken erwerben, wie man eine Fremdsprache am besten lernen kann. Lange Vokabellisten zu erlernen ohne Wortvernetzung, ist passé. Vokabeln werden immer in einem direkten Kontext gelernt.
Französisch bietet Perspektiven weltweit! Mehr als 160 Millionen Menschen sprechen Französisch – nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa aber auch in Afrika, in Kanada, in den USA.

Eine Kultur kennenlernen mit einer Muttersprachlerin! Eine Sprache zu entdecken bedeutet eine andere Kultur kennenzulernen. Die Schüler und Schülerinnen lernen ab Klasse 6 Französisch aber auch das Land und die Kultur durch eine Französin kennen. Außerdem wird den Schülern und Schülerinnen jedes Jahr eine Reise nach Paris angeboten.

Französisch ist beruflicher Erfolg! Deutschland und Frankreich sind gegenseitig die jeweils wichtigsten Handelspartner – sowohl innerhalb der EU als auch weltweit. Mit Französisch hat man auf dem Arbeitsmarkt einen zusätzlichen Trumpf in der Hand.

Vorteil für die Oberstufe! Französisch wird an der Oberstufe weitergelehrt, das bedeutet: die Schüler und Schülerinnen müssen keine neue Sprache erwerben in Klasse 12 und 13, um ihr Abitur machen zu dürfen. In Klasse 6 ist der Unterricht freiwillig und wird nicht benotet. Er findet 2 Stunden pro Woche statt.
Eigene Muttersprache kennenlernen! Erst wenn man sich mit fremden Bedeutungen auseinandersetzt, lernt man seine eigene Sprache kennen. Das verstand bereits Goethe sehr früh: „Wer fremde Sprachen nicht spricht, weiß nichts, von seiner eigenen.“

1) Warum sollte man Französisch lernen?
– Französisch ist eine Weltsprache: Französisch hat eine große Bedeutung in einer politisch und wirtschaftlich globalisierten Welt und Französisch und Englisch sind die einzigen Verkehrssprachen in der EU und UN.
– Nur eine Fremdsprache genügt heute nicht: Eine zweite Fremdsprache erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt im In- und Ausland.
– Gut vorbereitet in die Oberstufe bzw. an das Fachgymnasium: Wer nach dem mittleren Bildungsabschluss sein Fachabitur oder Abitur nachholen möchte, benötigt eine zweite Fremdsprache.

2) Inhalte des Französischunterrichts
– Sprachliche Dimension: Wortschatz, sprachliche Strukturen
– Fertigkeitsbezogene Dimension: Hör-/Sehverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben
– Inhaltliche Dimension: Erwerb einer interkulturellen Kompetenz

3) Ziele des Französischunterrichts
– Unterricht nach dem Fachcurriculum Französisch
– Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang und das Vorgehen in Alltagssituationen in der Fremdsprache
– Freiwillig: Erwerb des DELF scolaire A1 bis B1 (DELF: Diplôme d´Études en langues francaise)

4) Unterstützende und motivierende Lernangebote
– Wortschatz- und Grammatikarbeit sowie auch Hör/Sehverstehen werden mithilfe eines interaktives Lernprogramms unterstützt und trainiert
– Teilnahme an einer evtl. stattfindenden Fahrt nach Paris

5) Voraussetzungen für die Wahl des WPU Französisch
– Im Fach Englisch sollten gute Leistungen (2/3) vorliegen
– Anstrengungsbereitschaft
– Affinität für Fremdsprachen

6) Wichtig Hinweise zur Wahl des WPU Französisch
– Verpflichtende Teilnahme am WPU für 4 Jahre
– Wahl auch für LRS- Schüler möglich
– die zweite Fremdsprache ist keine Pflichtvoraussetzung für das Fachgymnasium. Jedoch ist es immer besser früher damit anzufangen!

Dem Erlernen der spanischen Sprache fällt eine immer größere Bedeutung zu. Spanisch gehört zu den weitverbreitetsten Sprachen der Welt: Es wird in 25 Ländern gesprochen und ist die am zweithäufigsten gesprochene Muttersprache der Welt (nach Chinesisch). Auch in zahlreichen internationalen Organisationen wird Spanisch als Amtssprache verwendet.
Spanischkenntnisse erhöhen also die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und öffnen Türen zu vielfältigen hispanischen Kulturräumen.

An unserer Schule wird das Fach Spanisch seit 2014 als spätbeginnende Fremdsprache in der Oberstufe mit vier Wochenstunden unterrichtet. In der Spracherwerbsphase werden mithilfe des Lehrwerks A_tope (Nueva Edición) zunächst die sprachlichen Grundlagen gelegt, bevor dann die Behandlung der jeweiligen Themen des Zentralabiturs beginnt. Ziel des Unterrichts ist dabei die Befähigung, mit Menschen des spanischsprachigen Kulturraums angemessen interagieren zu können, d. h. sowohl über die kommunikative Kompetenz zu verfügen als auch kulturellen Unterschieden offen und tolerant gegenüber zu stehen.

Seit 2011 ist unsere Schule ein DaZ-Zentrum, mit ca. 100 Schülerinnen und Schülern. Angelehnt an das Mehrstufenmodell DaZ für Schleswig-Holstein unterrichten wir derzeit unsere DaZ-Schüler in verschiedenen Kursen der Stufe I. Wenn die Schüler noch gar kein oder nur sehr wenig Deutsch verstehen, werden sie zunächst mit zwanzig Wochenstunden ausschließlich im DaZ-Zentrum beschult. Dort lernen einen ersten Grundwortschatz aus den Bereichen Schule und Alltag. Mit fortschreitendem Sprachstand steigen sie dann in den A1- und später in den A2-Kurs auf.

Während die Schüler in der deutschen Sprache immer sicherer werden, werden ihre DaZ-Stunden nach und nach reduziert und sie nehmen ab dem Sprachstand A1 an immer mehr Unterricht der Regelklasse teil und werden so in das deutsche Schulsystem eingeführt. Auf Grund des geringen Sprachstandes geht es bei diesem Ansatz nicht um eine vollwertige Teilnahme am Unterricht, sondern um das Schaffen von sozialen Kontakten zwischen den verschiedenen Kulturen. Ziel ist es, den DaZ-Schülern möglichst viel Kontakt zu deutschen Schülern zu ermöglichen und den deutschen Schülern eventuelle Berührungsängste mit fremden Kulturen zu nehmen.

Aufgrund der völlig unterschiedlichen Vorkenntnisse arbeiten die Schüler im DaZ-Zentrum mit individuellen Arbeitsplänen ganz in ihrem eigenen Tempo. Diese Arbeitspläne können durch zusätzliche Übungsaufgaben ergänzt werden, besonders leistungsfähige Schüler können einen Teil der Aufgaben überspringen. Zusätzlich gibt es Englisch- und Mathematik-Unterricht speziell für unsere DaZ-Schüler.

Neben dem Unterricht können unsere Schüler an gemeinsamen Aktivitäten in verschiedenen Kursen und Projekten der OGS (z.B. Kochen oder Technik) mitarbeiten. Neben dieser schulbegleitenden Integrationsarbeit stellt sich für uns auch die Aufgabe ältere DaZ-Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten. Da es dem allgemeinbildenden Schulsystem leider nicht immer gelingen kann, die Schüler erfolgreich zum Abschluss zu führen (beispielsweise bei 15-Jährigen ohne Alphabetisierung) müssen wir auch hier aktiv werden und integrieren diese Schüler ebenfalls in die in Klasse acht stattfindende Berufsfelderprobung. Bei dem Kooperationspartner JobA können die DaZ-Schüler trotz geringer Sprachkenntnisse eine Woche lang vier verschiedene Berufsfelder kennenlernen, wie beispielsweise Garten- und Landschaftsbau oder Hauswirtschaft. Gleichzeitig betreut unser zuständiger Coach aus dem Handlungskonzept PLuS neben den deutschen Schülern auch Schüler mit Migrationshintergrund.

Die DaZ-Kurse schließen mit dem B1-Kurs ab, an dessen Ende die Schüler die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der Stufe 1 ablegen. Diese weltweit durchgeführte Prüfung bescheinigt ihnen das B1-Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen und wird z.B. auch von der IHK anerkannt.

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können zur weiteren Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse unseren DaZ-Oberstufenkurs besuchen.